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MDS erleben und überleben……ich habe es geschafft

Also ab nach Hause mit der Gewissheit, dass ich das Prozedere vorerst mit Erfolg überstanden habe , und dass wieder ein Schritt zur weiteren Genesung getan ist. Endlich wieder daheim, die Natur war schon in voller Blüte und ich konnte, trotz aller medikamentöser und kulinarischer Zwänge, wieder ein „ziviles Leben” führen.

Meine Frau hatte viele vorbeugende Dinge erledigt, wie z.B. Lebensmittel wie Butter, Marmelade, Wurst und Käse in Kleinstverpackungen besorgt, Klimaanlage und Schonbezüge vom Auto reinigen und desinfizieren lassen. Außerdem Desinfektionsmittel im Auto bzw. an verschiedenen Stellen im Haus deponiert und vorerst alle Besuche von mir fern gehalten. Mit entsprechendem Sonnenschutz konnte ich endlich wieder auf dem Balkon oder im Garten sitzen, das herrliche Wetter genießen. Bald den ersten Rundgang ums Haus und drei Wochen später einen Spaziergang zur 500m entfernten „Rentnerbank” machen.

Einfache Handgriffe traute ich mir bald auch wieder zu, allerdings unter Einhaltung verschiedener Vorsichtsmaßnahmen. Mundschutz und Handschuhe (je nach Tätigkeit, aus Stoff oder Gummi) sollten mich unbedingt vor Staub, Schimmel und Pilzsporen schützen. Außerdem beschränkte ich den Personenkontakt auf ein Minimum. Bald konnte ich eine stetige Gewichtszunahme und die Stabilisierung  der körperlichen Konstitution verzeichnen.

Gegen Ende Juni hatte ich dann schon wieder gemächlich, kurze Wanderungen unternommen und erstmalig den Rasen rund ums Haus gemäht. Letzteres erforderte zwar viel Kondition, doch mit vielen Unterbrechungen war das zu schaffen. Der Eigenantrieb des Rasenmähers erleichterte die Sache derart, dass ich die Angelegenheit nicht als Belastung, sondern als Training ansehen konnte. Tag für Tag erhöhte ich das Pensum, sodass  ich mich bereits im September körperlich wieder recht gut fühlte.

Hinzu kam, dass die Konsultationen in Dresden in immer größeren Abständen erfolgten und die ermittelten Werte peu à peu besser wurden. Ende Oktober lagen sie bereits knapp an der Grenze der Normbereiche von Gesunden. Inzwischen hatte sich meine Blutgruppe von A rh positiv in 0 rh positiv geändert. Die neuen Stammzellen hatten ganze Arbeit geleistet!

Das bestärkte mich darin die von mir praktizierte Therapie der ständigen Belastungs-steigerung  konsequent fortzusetzen. Mit eiserner Disziplin hielt ich mich allerdings auch an die Anweisungen und Hinweise der Ärzte, bezüglich der Einhaltung hygienischer und infektionsverhütender Maßnahmen.

Das alles, die einfühlsame und liebevolle Unterstützung durch meine Ehefrau und meine Familie sowie der eiserne Wille, wieder ein vollwertiger Mensch zu werden, waren ausschlaggebend bei der Wiedererlangung einer, meinem Alter entsprechenden Gesundheit.

Um die zu überwachen, besteht ein ständiger Datenaustausch zwischen meiner Hausärztin und der Uni-Klinik. Die außerdem praktizierte, jährliche Vorstellung in der Hämatologischen Ambulanz, erfolgt auf meinen ganz persönlichen Wunsch.

 

Abschließend möchte ich noch einen Gedanken äußern, der all das Gehörte etwas relativieren sollte:

Die vorangegangenen Darlegungen betreffen nur meinen persönlichen Therapieverlauf und sind nicht zu verallgemeinern! Denken Sie daran, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich auf die Einwirkungen von Medikamenten reagieren.

Gehen Sie also mit viel Optimismus in die Behandlung und vertrauen Sie den erfahrenen Ärzten. Ich wünsche Ihnen dazu viel Kraft, das notwendige Quäntchen Glück und natürlich eine erfolgreiche Therapie!

 

Günter Mory

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