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Leidensfähigkeit

Es gibt Behandlungstage, da fragt man sich, ob es sich lohnt, dieses Leiden ohne Ende zu ertragen. Wo wir doch auf dieser Erde sind, um uns zu erfreuen und uns gegenseitig glücklich zu machen.


…..ob der Kampf/Krampf mit den Polyneuropathien, ständige Knochenschmerzen oder – wie bei mir – ununterbrochenes Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörungen). Letztere begleiten mich seit Beginn meiner Behandlungsphase am 7.September letzten Jahres. Ich durfte diese für mich nicht lebenswerte Therapie mit Pomalidomid zwar absetzen und hatte danach 3 Wochen eine Verschnaufpause, aber……

Nun bekomme ich als stark rezidivierender Patient das brandneue Panobinostat, dass ich eindeutig besser vertrage (keine Schmerzen mehr im Brustkorb). Jedoch auch hier kommt es nach jeder Einnahme zum Wiederaufflackern der Rhythmusstörungen. Das erste Medikament wirkt nicht mehr, um das Herz zu beruhigen.. Auch der wiederholte Versuch einer Kardioversion war leider ohne Erfolg. Wer nicht weiß, was das ist: Unter einer Kurzzeitanästhesie bekommt das Herz über aufgeklebte Strompflaster einen kurzen Stromstoß verpaßt, der das Herz wieder zu einem regelmäßigen Schlagen animieren soll. Es gibt Herzrhythmusstörungen, die vom Patienten nicht oder erst sehr spät bemerkt werden. Wenn sie jedoch den Lebensalltag beherrschen und die Atmung erschweren, dann will man irgendwann nicht mehr.

Mir geht es zuweilen schlecht, dass ich meine, nicht mehr in der Patientenvertretung mitmachen zu können oder gar überhaupt weiterzumachen. Aber dann kommen wieder die Tage, die heller sind und dann erträgt man alles leichter und will weitermachen.

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