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Ich bin DKMS-Spender, Teil III

8.12.2014

Heut war er da, der Tag der Voruntersuchung.

Ein bisschen nervös war ich ja schon, hatte ich doch gelesen und wurde mir gesagt, dass einige Untersuchungen auf mich zukommen würden. Heute würde sich von ärztlicher Seite aus entscheiden, ob ich auch wirklich spenden kann.

Mein Arbeitgeber hatte mich frei gestellt (im großen Unterlagen-Paket war ein Anschreiben dabei, welches nochmal erklärte, dass ich als Spender in Frage kommen würde, eben ein Tag der Voruntersuchung anstehen würde und wann die Entnahme geplant ist) und ein Zugticket war für mich hinterlegt worden.

Nina fuhr mich also kurz nach 6 zum Bahnhof, ich zog mir das Ticket und dann ging die Reise los.

Ich hatte mir eine Verbindung ausgesucht, die zwar etwas länger war, aber mit nur einmal Umsteigen (in Aschaffenburg) auskam und ich dennoch rechtzeitig in Köln ankommen würde, um in Ruhe vom Bahnhof zum Media Park zu gehen.

Dort angekommen meldete ich mich dann beim Empfang der cellex und war überrascht, dass noch einige andere Spender zusammen mit mir hier waren, die auf die Untersuchung warteten.

Nach einer kurzen Einführung durch eine Mitarbeiterin bekam ich einen “Laufzettel”, noch mal einen Fragebogen und ein Becherchen für eine Urinprobe.

Danach wurden uns (mit mir warteten noch zwei andere in diesem Aufenthaltsraum – insgesamt waren ungefähr noch 8 – 10 andere Spender neben mir da) zwei Informationsfilme gezeigt. Der erste war ein allgemeiner über die Spendennotwendigkeit, -durchführung und den Ablauf an sich. Der zweite bezog sich auf das Spritzen des Medikaments für die Erhöhung der Stammzellen im Blut.

Dann hieß es warten, bis wir zu Blutentnahme, Ultraschall, EKG und ärztlicher Untersuchung aufgerufen wurden. Kaffee, belegte Brötchen, Naschzeug und verschiedenste Magazine waren bereit gestellt, so dass es nicht langweilig wurde.

Ich wurde als zweiter zur Blutentnahme und EKG aufgerufen und in einen Untersuchungsraum gebeten. Nach Messen des Blutdrucks und der Körpertemperatur sowie einem Abgleich meiner Körperdaten (Alter, Größe und Gewicht) wurden mir dann etwa 15 Ampullen (verschiedenste Größen) Blut über eine Flügelkanüle entnommen – bei mir geht das immer recht schnell, da einmal “angestochen” das Blut sehr schnell fließt – und diese zur weiteren Untersuchung vorbereitet und eingetütet.

Es folgte das EKG – ein Ruhe-EKG und daher in 1 – 2 Minuten durchgeführt – und dann bekam ich auch schon mein Medikament – genauer gesagt 18 Päckchen mit je einer Dosis, eine entsprechend Anzahl Spritzen und eine kurze Einführung, wann ich wie viel Spritzen müsse.

Mein Entnahmetag ist ja der 29.12. so dass ich ab dem 25.12. morgens und dann 12h später jeweils eine Dosis 34er und eine Dosis 13er spritzen werden muss. Am 29.12. dann 2h vor der Entnahme noch die restlichen 2 Dosen 34er. (Wann genau ich am 29.12 dran bin, erfahre ich noch).

Und schon war der erste Teil “geschafft” und ich ging zurück ins Wartezimmer.

Nach ein paar Minuten (es können nicht mehr als 20 gewesen sein) wurde ich dann zum ärztlichen Gespräch und Ultraschall aufgerufen.

Zusammen mit der Ärztin ging ich noch mal den Fragebogen durch (Erkrankungen in der Familie, eigene Vorerkrankungen, Allergien etc) und besprach das vorbereitende Spritzen und den Entnahmetag. Dann ging es auch schon weiter in einen dritten Untersuchungsraum, wo nach Abhören der Lunge und Abtasten der Lymphknoten dann die Ultraschalluntersuchung des Bauch- und Brustraumes statt fand. Alle Organe am richtigen Platz, keins zu viel und keins zu wenig (ach ja – und es werden Zwillinge 😉 *scnr*), die Ärztin schien/war zu frieden.

Tja, und dann war alles schon wieder vorbei. Um viertel vor 11 war ich angekommen … und nun um viertel nach eins schon wieder draußen und auf dem Weg zurück zum Bahnhof.

Es wird etwa eine Woche (also bis Freitag oder bis Montag nächste Woche) dauern, bis die Ergebnisse da und an mich geschickt, ich dann endgültig zum Spenden zugelassen bin und ich auch genau weiß, wann es am 29.12. los geht.

Stay tuned

Johannes Müller

(Fortsetzung folgt)

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