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……es geht doch noch schlimmer!

Ich dachte eigentlich immer, es geht nicht schlimmer, als das was ich mit der Leukämie bereits erlebt habe. Aber….

Schicksal oder wie man es nennen mag, es gibt keine Worte, hat mir im August durch einen Verkehrsunfall meinen Sohn genommen. Ich meinte immer, das Schlimmste schon durchgemacht zu haben, aber nein, dieser Schmerz ist viiiiel schlimmer.

Ich habe jedoch durch die Krankheit damals gelernt, stark zu sein und das kam mir jetzt zu Gute in der ersten schweren Zeit. Ich habe mich, die Familie und alles aufrecht erhalten. Ich will damit sagen, dass sich meine Prioritäten verschoben haben und ich mittlerweile aus der Leukämie Positives ziehe. Das werden jetzt manche, die mittendrin sind, bestimmt nicht nachvollziehen.

Mit dem Tod nun wieder konfrontiert, kann ich nur sagen, kämpft gegen die Krankheit Blutkrebs.

Ich entschuldige mich, wenn ich mich derzeit in den Blog nicht so einbringen kann.

Ich möchte aber weiter machen und zum nächsten Patiententag an der Uni Freiburg kommen und anderen Patienten mit unseren bzw meinen Erfahrungen weiterhelfen…..meinem Leben wieder einen Sinn geben, auch wenn ich zum zweiten Mal sagen muss „das alte Leben gibt es nicht mehr“. Ich habe darüber schon einmal einen Blogartikel geschrieben.

Link zum Patiententag : http://www.leukaemiehilfe-rhein-main.de/veranstaltungen/6-freiburger-patienten-und-angehoerigen-forum

 

3 Kommentare zu “ ……es geht doch noch schlimmer! ”

  1. Liebe Sabine, ich kann mir in etwa vorstellen, wie schwer der Verlust Deines Sohnes Dich trifft.
    Im Gegensatz zu mir, wurdest Du „aus heiterem Himmel“ damit konfrontiert. Wir hatten immerhin die Möglichkeit uns langsam auf das Sterben unseres Sohnes vorzubereiten. Aber auch dass tut weh, manchmal immer noch sehr und immer unverhofft. Für mich bringt das Engagement für die Patienten und Angehörige ein wenig Sinn in den viel zu frühen Tod.
    Das Beste ist, ich habe viele sog. Pseudo- oder Ersatz-Kinder dazu gewonnen und freue mich jedes Mal, wenn eines der „Kinder“ es wieder einmal geschafft hat, seine Krankheit zu überleben. Ich freue mich noch mehr darüber, dass Du uns auch weiterhin unterstützt und danke Dir von Herzen dafür!

  2. Angelika mit Familie

    Liebe Sabine,

    Du hast wirklich gekämpft!
    Gerade in den letzten 2-3 Monaten hatten wir das Gefühl, dass ihr begonnen habt, den Tod Eueres Sohnes akzeptieren zu lernen.
    Und jetzt musstest Du ihm 7 Monate später folgen!
    Wir sind unendlich traurig. Dein Tod hat eine Wunde in unsere Herzen gerissen. Sie wird heilen und eine Narbe hinterlassen.

    Wir werden Dich immer in unseren Herzen bewahren!

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